36-mal Lufthansa Business Lounge / 300-mal China Eastern First Lounge WTF???

Discussion in 'Blogstand' started by BoardingArea, Jul 3, 2014.  |  Print Topic

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    Vor einem Jahr geisterte eine absurde Geschichte durch die Medien. Ein Fluggast kauft ein flexibles First Ticket für die China Eastern. Er fährt zum Flughafen, checkt ein, geht in Xian (Terrakotta-Armee) in die Lounge, isst, trinkt und bucht innerhalb der gegebenen Umbuchungsfrist das Ticket wieder um. Das macht er 300-mal und dann storniert er das Ticket. Letztlich hat er sich an die Regeln gehalten und China Eastern hat das Spiel mitgemacht.

    Ganz witzig war die mediale Darstellung dieser Geschichte: von VIP Lounge, von First Lounge, von Abendessen und Mittagessen war da die Rede. Da merkt man, diese netten Schreiberlinge waren noch nie in einer chinesischen VIP oder First Airport Lounge und die Fantasie ist da ein wenig mit ihnen durchgegangen. Und ganz sicher waren sie noch nicht am Xian Airport, der sich noch nicht auf internationalem Level befindet (wir sprechen also nicht von Shanghai, Hong Kong oder Peking). D. h. wir sprechen vom einem Flughafen mit nicht wirklich toller Infrastruktur. D. h. ein Toilettenbesuch ist eine Wagnis. Wir sprechen von einer Airport Lounge, in der es bis auf Nudelsnacks, Bier, Tee, Softdrinks, Nüsse und verpackten Süßigkeiten nichts gibt. Die ganze Einrichtung ist gehalten wie bei Oma zu Hause, dazwischen stehen riesige Fernseher. Klar, in einer chinesischen First Lounge ist es ein wenig angenehmer, als im restlichen Flughafen. Aber bitte Leute: Chinesische First ist keine echte First, es ist eine Business und Airport Lounges in China sind eigentlich nie wirklich toll und vor allem sind sie nicht in Xian toll.

    Vor einigen Tagen gab es wieder eine ähnliche Geschichte. Ein Fluggast kauft ein flexibles Lufthansa Business Ticket. Geht in die Lounge, isst, trinkt und bucht innerhalb der gegebenen Umbuchungsfrist das Ticket um. Das macht er 35-mal. Lufthansa bekommt das mit, storniert das Ticket und schickt ihm eine Rechnung. Klar weigert sich der Gast zu bezahlen, die Geschichte geht vor Gericht und der Passagier wird verurteilt.

    Auch da ist medial wieder die Rede von “Schlemmen”, “Genießen”, “Mampfen” und die Business Class Lounge der LH wird blumigst beschrieben. Das verstehe ich aber nicht. Wir reden hier nicht vom First Class Terminal der Lufthansa, dem Concorde Room der British Airways, der First Class Lounge The Wing der Cathay Pacific, dem Private Room der Singapore Airlines oder dem First Terminal der Emirates. Wir reden von den LH Business Lounges, wo man ein Hot Dog, ein Aufstrichbrot und ein Bier bekommt. Die ganze Angelegenheit oft in überfüllter und nicht-entspannter Atmosphäre. Nein, das sind nicht meine Lieblingslounges. (Sorry für alle LH Fans, Senatoren, Hon’s; obwohl die haben sowieso meistens eigene Lounges)

    Sehr seltsam fand ich die Reaktion der Lufthansa. Warum muß man diesem Gast eine Rechnung schicken und dann sogar noch vor den Kadi bringen. So viele Menschen machen das sicher nicht. Man muß durch die Sicherheit. Und man muß die Zeit haben, dieses Spiel zu spielen. Und diese Lounges sind auch nicht so grandios. Es ist für den Passagier eine lustige Geschichte, die man erzählen kann, aber das werden nicht viele wiederholen.

    Cool war die Reaktion der China Eastern, das ist eben so mit den flexiblen Tickets. Komisch finde ich die Reaktion der Lufthansa. Fluggäste zivilrechtlich zu belangen macht irgendwie kein gutes Bild.

    Für mich stellt sich aber noch immer die Frage: Sind die Lufthansa Business Lounges und die China Eastern First Lounges wirklich so toll, dass man 36-mal bzw. 300-mal dort einmarschiert ohne wegzufliegen?

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